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B.i.Z. - Bildung ist Zukunft

Zukunft für Kinder in Argentinien

Comedores“ – Kinderausspeisungsstätten in unserer Partnerpfarre in Argentinien

ComedorIn unserer Partnerpfarrgemeinde „Espíritu Santo“ in Santiago del Estero bestehen jetzt bereits seit 2003 Kinderausspeisungsstätten, wo bedürftige Kinder einmal täglich eine warme Mahlzeit bekommen. Diese „Comedores“ entstanden durch eine Nachbarschaftsinitiative, bei der Privatfamilien Nahrungsmittel spendeten und sich bereit erklärten zu kochen, um den Kindern, die auf der Straße betteln mussten, eine würdevolle Mahlzeit ermöglichen zu können. Diese Kinder haben oft durch tragische Vorfälle einen ihrer Elternteile verloren. Aufgrund der extrem hohen Arbeitslosigkeit ist es ihrer Familie nicht möglich das notwendige Kleingeld für eine warme Mahlzeit aufzubringen. Das Mittagessen in der Kinderausspeisungsstätte ist oft die einzige Mahlzeit, die die Kinder am Tag zu sich nehmen. Auch Senioren und andere Bedürftige besuchen die Kinderausspeisungsstätten. Die Situation in Santiago del Estero macht es ihnen unmöglich, sich selbst die grundlegendsten Bedürfnisse zu erfüllen.

Seit ein paar Jahren werden die drei bestehenden Comedores auch vom Staat durch monatliche Beiträge unterstützt. Jedoch laufen diese alle zwölf Monate aus; dann erhält die Kinderausspeisungsstätte einige Monate keine Beiträge, bis die bürokratischen Anträge für ein weiteres Jahr Unterstützung alle notwendigen Prozesse durchlaufen sind. Auch die Bemessungsgrundlage der öffentlichen Gelder ist inflexibel und meist nicht ausreichend.

Aufgrund von Geldmangel mussten einige Kinderausspeisungsstätten bereits geschlossen werden. Jedoch gibt es heute noch 3 „Comedores“ in unterschiedlichen Teilen der Pfarrgemeinde, in denen täglich ca. 200 Kinder eine warme Mahlzeit bekommen. Ein „Comedor“ wird in einer leer stehenden Wohnung betrieben, mit Erlaubnis des Besitzers. Die weiteren beiden funktionieren in zwei bedürftigen Familienhäusern. Diese Familien bieten ihr Haus und ihre Arbeit an, und bekommen als Gegenleistung auch eine Mahlzeit täglich. Sie werden unterstützt von weiteren Freiwilligen, die mithilfe einer Ernährungsspezialistin einen ausgewogenen Ernährungsplan für die Kinder zusammengestellt haben.

Anfangs mussten die „Comedores“ mit einfachsten Mitteln auskommen. Gekocht wurde über Feuer, als provisorischer Herd musste ein Konstrukt aus Autofelgen und anderen improvisierten Hilfsmitteln dienen. Seit zwei Jahren unterstützt die Selbstbesteuerungsgruppe aus St. Elisabeth in Graz-Webling, St. Anna in Graz-Gösting und St. Jakob in Thal „Bildung ist Zukunft – B.i.Z. (Zukunft für Kinder in Argentinien)“ diese Kinderausspeisungsstätten. Es konnte Gas zur Zubereitung der Mahlzeiten, Töpfe, Teller, Becher und Sitzbänke angeschafft werden.
Doch noch ist viel Hilfe nötig. Im leer stehenden Haus gibt es nur ein Fenster, alle anderen sind mit Holzplatten zugenagelt. Es gibt keinen Strom, kein fließendes Wasser und keine funktionstüchtigen Sanitäranlagen. Auch Boden und Wände sind mehr als renovierungsbedürftig. Auch eines der Familienhäuser könnte Unterstützung gut gebrauchen. Es gibt nicht genügend Mobiliar, die Kinder müssen im Stehen essen. Der Boden ist noch aus Lehm, die Wände bröckeln langsam ab.

In den Jahren 2009 und 2010 konnte durch die grosse Unterstützung aus Graz, durch die Unterstützung von Ihnen, ein Wohnung gekauft und saniert werden. Damit hat nun 1 von 3 Comedores einen sehr guten hygienischen Standard. Dies bringt mit sich, dass die Qualität der Speisenzubereitung gestiegen ist. Auch gehört es im Comedor Virgen Maria Reina Inmaculada nun zum Standard, dass vor dem Essen die Hände gewaschen werden.
Vielen Dank an alle unsere grosszügigen Spender, welche dies ermöglicht haben.

Ab September 2008 wird die Selbstbesteuerungsgruppe „B.i.Z.“ mit dem gesamten Spendengeld die Renovierung der Kinderausspeisungsstätten und vor allem die regelmäßige Anschaffung von qualitativen Nahrungsmitteln für die Kinder unterstützen. Selbstbesteuern heißt, dass sich einzelne Mitglieder unserer Pfarrgemeinde freiwillig bereit erklären, über einen längeren Zeitraum eine gewisse Geldsumme monatlich auf unser Spendenkonto zu überweisen. So können unsere Freunde in Santiago del Estero mit einer monatlichen Fixsumme rechnen, was ihnen die Organisation der Anschaffungen erleichtert. Auch bei geringen Summen kommen so über das Jahr genügend Mittel zusammen, um das Projekt der Kinderausspeisung wirksam zu unterstützen.

 

Mit nur sieben Euro monatlich bekommt in Santiago del Estero ein Kind einen Monat lang eine warme Mahlzeit am Tag.

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